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Wenn die Nase blutet

Gerade bei Kindern im Wachstum tritt Nasenbluten häufig ohne erkennbare Ursache auf und ist in den meisten Fällen harmlos. Unser Beitrag klärt über verbreitete Mythen auf und zeigt einfache Maßnahmen, mit denen sich Nasenbluten richtig behandeln lässt.
Ein Junge hält sich ein Tempo vor die Nase und sieht betroffen aus.
Kurz zusammengefasst:
·         Nasenbluten bei Kindern ist meist harmlos und stammt aus dem vorderen Nasenbereich.
·         Trockene Schleimhäute erhöhen das Risiko.
·         Mit einfachen Sofortmaßnahmen lässt sich die Blutung oft schnell stoppen.
·         Den Kopf niemals in den Nacken legen.
·         Hält die Blutung länger als 10–15 Minuten an, ist ärztliche Abklärung nötig.
Da die Nasenschleimhaut sehr gut durchblutet und ständig beansprucht ist, reagiert sie empfindlich auf äußere Einflüsse. Kleine Verletzungen und Nasenbluten können daher schnell entstehen.
 
Ursachen von Nasenbluten
Die gute Nachricht zuerst: Nasenbluten bei Kindern ist meist ungefährlich. In etwa 80–90 % der Fälle stammt es aus dem vorderen Nasenbereich, dem sogenannten Locus Kiesselbachi – einem Gefäßgeflecht, das nur von einer dünnen Schleimhautschicht bedeckt ist. Bei Kindern sind diese Gefäße besonders empfindlich, sodass schon leichte Stöße, Stürze oder Nasenbohren zu Blutungen führen können.
Auch trockene oder stark beanspruchte Schleimhäute begünstigen Nasenbluten, etwa durch: trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen oder häufiges Naseputzen bei Erkältungen und Allergien.

 

Zudem kann das Wachstum, besonders in der frühen Pubertät, eine Rolle spielen: Die Blutgefäße passen sich nicht immer schnell genug an, wodurch es leichter zu kleinen Gefäßschäden kommt.
In seltenen Fällen kann Nasenbluten auch auf andere Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen hinweisen. Bei häufigem oder anhaltendem Nasenbluten sollte daher ärztlicher Rat eingeholt werden.
 
Vorbeugung
Um Nasenbluten vorzubeugen, sollten Sie möglichst vermeiden: Nasenbohren, lange oder spitze Fingernägel, starkes Naseputzen, austrocknende Schleimhäute
Eine gute Luftfeuchtigkeit, regelmäßiges Lüften sowie pflegende Nasensalben oder -sprays (z. B. mit Dexpanthenol oder Hyaluronsäure) helfen, die Schleimhäute geschmeidig zu halten.
 
Sofortmaßnahmen bei Nasenbluten
Ruhe bewahren! Gelassenheit senkt den Blutdruck und erleichtert das Stoppen der Blutung – besonders bei Kindern.
 
Gehen Sie wie folgt vor:
Lassen Sie Ihr Kind aufrecht sitzen und den Kopf leicht nach vorne neigen.
Drücken Sie die Nasenflügel für etwa 10 Minuten sanft zusammen.
Ihr Kind sollte ruhig durch den Mund atmen.
Ein kühles Tuch oder ein umwickelter Kühlakku im Nacken kann unterstützend wirken.
Achten Sie darauf, dass möglichst kein Blut verschluckt wird.
Hört die Blutung nach 10 bis 15 Minuten nicht auf, suchen Sie bitte eine Arztpraxis auf.
 
Was Sie vermeiden sollten
Legen Sie den Kopf keinesfalls in den Nacken und lassen Sie Ihr Kind sich nicht hinlegen. Dadurch kann Blut verschluckt oder eingeatmet werden, was Übelkeit, Erbrechen oder im schlimmsten Fall Atemprobleme verursachen kann. Stecken Sie außerdem keine Taschentücher in die Nase, da dies die Wunde erneut verletzen kann.

Quelle: https://www.paedia.de/

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