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Husten ist ein Schutzreflex
Husten ist ein lebenswichtiger Schutzreflex des Körpers, um Schleim, Staub, Allergene oder Fremdkörper explosionsartig aus den Atemwegen zu befördern und die Atemwege zu reinigen und zu schützen. Husten kann aber auch durch Infektionen ausgelöst werden und ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit.
Kurz zusammengefasst:
- Man unterscheidet zwischen trockenem „Reizhusten“ und feuchtem Husten mit „Auswurf“.
- Je nach Hustendauer unterscheidet man noch zwischen akutem und chronischem Husten.
- In den Atemwegen wird Schleim gebildet, den wir zur Reinigung unserer Atemwege benötigen. Um diesen Schleim ausreichend flüssig zu halten, ist es besonders wichtig ausreichend zu trinken.
- Husten ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit.
Akuter Husten (meist infektbedingter „Erkältungshusten“)
Dauert in der Regel nicht länger als vier Wochen und ist häufig ein Infekt der Atemwege. Diese Infektart ist meist von kurzer Dauer und heilt in der Regel ohne therapeutische Maßnahmen von alleine ab.
Wichtig: sollten zusätzlich weitere Beschwerden wie erhöhte Herzfrequenz, Atemnot, Brustkorbschmerzen oder Bluthusten auftreten, gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt.
Behandlung:
Da es sich bei akutem Husten meist um ein Symptom einer „Akuten Erkältung“ handelt, sollten die zugrunde liegende Ursache behandelt werden
- Viel trinken, damit sich bronchialer Schleim verflüssigt und leichter abgehustet werden kann
- Husten auslösende Reize meiden
- Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, regelmäßig Hände waschen. Zum Schutz der Umgebung in Ellenbeuge und nicht in Handfläche husten
Erkältungshusten
Hier ist ein viraler Infekt der oberen Atemwege die Ursache. Erkältungshusten kann manchmal über Wochen anhalten.
Typische Symptome: geringes Fieber, mäßige Halsschmerzen, Schnupfen (anfangs wässrig, nach 3-4Tagen oft dickflüssig), eingeschränkte Nasenatmung, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit à Symptome meisten nach wenigen Tagen abgeklungen
Behandlung:
- Zur Linderung der Beschwerden unterstützende Maßnahmen ergreifen.
- In erster Linie ist auf ausreichend Erholung und Ruhe zu achten, Stress meiden
- Viel trinken, damit der Schleim flüssig bleibt,
- eventuell Einnahme von Schleimlöser zur Unterstützung
- Hustenstiller bei Bedarf für die Nacht, damit ein erholsamer Schlaf gewährleistet ist
- pflanzliche Präparate mit Myrtol-, Thymian- oder Efeu-Extrakt können als wohltuend empfunden werden
- Hausmittel wie Salbei- oder Ingwer-Tee, Zwiebelzubereitungen und Hühnersuppe oft als angenehm empfunden.
Zubereitung Zwiebel-Honig-Hustensaft:
Eine zerkleinerte Zwiebel mit etwas Honig oder Zucker in einem Gefäß im Ofen leicht erhitzen. Den austretenden Zwiebelsaft durch ein Sieb geben und einige Stunden ziehen lassen. Teelöffelweise über den Tag verteilt einnehmen
Besondere Bedeutung wird Einnahme von Honig zugeschrieben:
Er hat eine antimikrobielle Wirkung, bei der abendlichen Gabe eine hustenlindernde Wirkung und kann Hustendauer und -intensität verkürzen
Bitte beachten: bei Kindern im ersten Lebensjahr wegen einer Botulismusgefahr nicht anwenden und kontinuierliche Einnahme erhöht das Kariesrisiko.
Chronischer Husten
Dauert länger als vier Wochen an. Auslösende Faktoren sind Tabakrauch, Staub, allergieauslösende Stoffe, Asthma, bakterielle Bronchitis, Überempfindlichkeit der Bronchien
Auf jeden Fall sollte bei dieser Husten Form ein Arzt aufgesucht werden!
Behandlung:
- Richtet sich nach der Ursache und hat vielfältige Möglichkeiten.
- Bei einem chronischen, bakteriellen Husten mit feuchtem Husten meist Antibiotikum erforderlich.
- Asthma als Ursachen, dann ist der Husten meist trocken und bevorzugt nachts oder bei/nach Belastung.
Grund oft Überempfindlichkeit der bronchialen Schleimhaut à reagiert mit Entzündungsreaktion auf unterschiedliche Umweltreize.
Dabei kommen verschiedene inhalative Medikamente zum Einsatz à wirken Entzündung der bronchialen Schleimhaut entgegen und weiten die Atemwege.
Ziel dieser Therapie ist vollständige Kontrolle der asthmatischen Beschwerden à Husten verschwindet
- Habitueller Husten, also gewohnheitsmäßiger Husten, der nach Infekten Wochen bis Monate andauern kann
Typischerweise verschwindet der Husten mit dem Einschlafen und tritt nicht im Schlaf auf. Manchmal kann er auch durch Ablenkung vermieden werden. Eine Therapie ist in der Regel nicht notwendig.
Quelle: https://www.paedia.de/